Juli Gilde
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Ein Reh am Rand der Autobahn. Die Kondensstreifen der Flugzeuge, die in Tegel landen, kurz bevor die Sonne hinter dem altem Bungalow am Ende der Straße untergeht. Das Flüstern des Windes im Schilf und die quakenden Frösche dazwischen. Die Momente neben den Szenen, neben der Haupthandlung, abseits der großen Wellen. So oder so ähnlich könnte man Juli Gildes Musik beschreiben. Da sind riesige Hallräume auf den Gitarren, staubtrockene Klavierspuren aus dem Wohnzimmer des Elternhauses, kasettenartige Tape-Effekte, Texte, die innehalten lassen und zum Zuhören verdammen. Wären sie nicht auf Deutsch, würde man die Songs vielleicht als amerikanisch, weit ab vom Mainstream vermuten, da wo Phoebe Bridgers und David Bowie sich mit Sufjan Stevens und Lana del Rey auf einen Kaffee treffen. Ein Freund sagte mal zu Juli: “Deine Musik ist genau das, was ich in der englischen Szene liebe, es aber auf Deutsch gar nicht gibt.” Gibt es aber doch. Zu hören zum Beispiel auf Julis unlängst erschienenen Album “it's hard to be a blizzard”, oder ihren EPs “euphorie und panik!” und “french bookwood”. Vorstadtgeschichten, halbe Coming-of-Age-Romane, “call me by your name”-Romantik und die Angst vor dem was noch kommen wird. Oder auch nicht mehr kommen wird. Leuchtende, manchmal strahlende Lieder, in sommerwaldgrün, strohblond, kornblumenblau und mauve.