Endless Wellness

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„So allein sollen wir nie wieder sein“, singen ENDLESS WELLNESS auf „Domino Days“ (2026), ihrem lang erwarteten zweiten Album. Bereits mit „Was für ein Glück“ (2024) hat die Band die deutschsprachige Indie-Szene gehörig aufgewirbelt: über Nacht ausverkaufte Konzerte, zwei Amadeus-Nominierungen, eine im Nu gewachsene, innige Fangemeinde. Und das Miteinander, eben das Nicht-Allein-Sein ist es nun, das sich vom Debüt auf „Domino Days“ zieht, den Arm ausstreckt und sagt: Komm, hier hast du einen Platz.

In leicht veränderter Besetzung, aber gewohntem Drive reißen uns Adele Ischia, Philipp Auer, Milena Klien und Patrick „Pata“ Huter auch auf „Domino Days“ mit. Hinein in Geschichten über Rauchsäulen, die von der Erde hinauf zu den Satelliten ragen, Siebenschläfer in der Herzwand und eine Kuppel aus schwarzem Schatten. Treibende Gitarren bilden gemeinsam mit schillernden Drums die Basis, die durchschnitten wird von unverblümten Synthesizern, zarten Geigen und überraschenden Gästen wie Vibraphon und elektrische Zahnbürste. Nicht zuletzt spaziert sogar die besungene Katze direkt vom Text über das Klavier.

Die erneute Zusammenarbeit zwischen ENDLESS WELLNESS und dem Produzenten Jakob Herber (CULK, Bilderbuch, Buntspecht) markiert zum einen die Weiterentwicklung der etablierten, musikalischen Identität, zum anderen eine probier-freudige Lust auf neue Klangwelten. Zum ersten Mal werden wir dabei auch mit zwei Songs von Bassistin Milena Klien beschenkt.

Neben der Anerkennung und Hinwendung zum Guten bleibt auch stets Platz für die schweren Themen in den Songs von ENDLESS WELLNESS. Festungen, die fallen müssen, Leerstandspolitik, der Rückzug ins Private angesichts globaler Krisen, einsame Kindheiten und die oft bemühte Ambiguitätstoleranz. „Das Jetzige ist das Verletzlichste“ singen ENDLESS WELLNESS im Song „Nur das Beste“ und bieten damit vielleicht mal eben so nebenbei eine der klügsten musikalischen Gegenwartsdiagnosen. Doch sogar die Schwere kommt mit einer gewissen Leichtfüßigkeit daher, denn: Sie gehört eben dazu, sie betrifft uns alle und bei ENDLESS WELLNESS darf sie sein – es darf gestreichelt, gewütet, getanzt und alles herausgeschrien werden.

Man kann sich noch einmal fühlen wie damals, als man zum ersten Mal staunend Tocotronic oder Sportfreunde Stiller entdeckt hat, nur eben mit österreichischem Charme, einer neuen Gegenwart und einer frischen und vor allem immer authentischen Herangehensweise.

ENDLESS WELLNESS entwerfen auf „Domino Days“ andere, bessere Zukünfte und geben mit ihrem Album einen musikalischen Vorgeschmack darauf, wie sich diese anfühlen könnten. Sicher ist: Diese Zukünfte sind ein Ort für uns alle und sie haben die Musik von ENDLESS WELLNESS als Soundtrack.